„Jetzt brennt es! Der Bauingenieur verlässt die Kraftwerksbaustelle in Saudi-Arabien aus gesundheitlichen Gründen und ich brauche jetzt sofort einen Neuen! Besorgen Sie mir schnellstens jemanden! Was soll das heißen, Sie benötigen jetzt erst mal eine Personalanforderung?“

So oder so ähnlich beginnt ein typischer Tag für uns im Team Recruiting. Und dann geht in der Regel alles ganz schnell – da wir wissen, dass die ProjektleiterInnen unter Stress stehen und dem ungeduldigen Kunden zeitnah die passenden Kandidatenprofile liefern müssen. So machen wir uns dann mit den Informationen, die aus dem Kollegen in der Fachabteilung auf die Schnelle über die wichtigsten Skills herauszubekommen waren, direkt auf die Suche.

Viele Wege führen zum Ziel

Nur die Stellenanzeige auf der Firmenwebsite online schalten und abwarten, was passiert? Fehlanzeige! Zuerst nehmen wir Einblick in die Fichtner-interne Datenbank. Findet sich hier nach den eingegebenen Suchparametern kein passendes Ingenieursprofil, startet die Direktsuche über Plattformen wie LinkedIn oder Xing, als weitere begleitende Maßnahme werden Stellenanzeigen geschaltet und in den sozialen Medien die Follower von Fichtner mit Nachrichten über eine Unternehmensvakanz informiert.

Mehr als tausend Personen für unterschiedliche offene Vakanzen identifizieren wir als Team pro Monat, filtern diese und  qualifizieren dann die übrig gebliebenen und  geeigneten KandidatInnen in ersten Telefon- oder Videointerviews vor. Denn die Fichtner GmbH & Co. KG und auch alle unsere Beteiligungsgesellschaften wachsen nun schon seit mehreren Jahren in Folge, weshalb überall auf der Welt kontinuierlich neue KollegInnen gesucht werden. Über 60 Stellen haben wir meistens gleichzeitig ausgeschrieben und für jede Stelle, die wir besetzen – über 100 Festanstellungen besetzten wir allein im Jahr 2019 – wird eigentlich gleich eine wieder eine Neubesetzung in Auftrag gegeben. Dabei nutzen wir nicht nur die bekanntesten deutschsprachigen Stellenbörsen wie StepStone, Jobvector oder die Jobbörse des VDI, sondern auch zahlreiche internationale Stellenbörsen: Aktuell haben wir nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, Indonesien und in der MENA-Region zahlreiche Stellen ausgeschrieben.

Wer suchet, der findet

Für Fichtner die richtigen KandidatInnen zu finden ist keine leichte Aufgabe. Denn immer wieder suchen wir erfahrene MitarbeiterInnen mit hochspeziellen und gefragten Fachkenntnissen, über die in der jeweiligen Kombination nur sehr wenige Menschen weltweit verfügen. Das kann in der Praxis bedeuten, dass man einen französischsprachigen SCADA-Experten mit dreißig Jahren Berufserfahrung sucht. Das ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wenn dann auch noch das verfügbare Honorar und die Projekteinsatzdauer passen müssen, wird es manchmal mehr als sportlich.

Insbesondere bei der Suche nach geeigneten, international tätigen ProjektspezialistInnen entscheidet aber auch der Einsatzort. Einen Ingenieur zu finden, der für 3 Jahre nach Mauretanien geht, gehört zu den schwierigsten Aufgaben. Einen Kandidaten für ein Projekt in Afghanistan finden Sie deutlich leichter. Für viele internationale Projekte müssen wir auch die kulturelle und politische Situation im jeweiligen Land berücksichtigen.

Erstaunlich: Auch ein mehrjähriger Projekteinsatz auf den Seychellen ist schwer zu besetzen. Denkt man doch, dass sich BewerberInnen darum reißen werden im Paradies zu arbeiten. Aber nein, dort ist es auf Dauer einfach viel zu langweilig!

Bei Projekten rund um das Thema Elektrifizierung in Deutschland besteht die Herausforderung wiederum darin, dass wir genau die Profile suchen wie ebenfalls marktbegleitende Unternehmen. Geben Sie einmal zum Spaß „Genehmigungsexperte“ bei einer großen Jobbörse ein. In der Regel finden Sie dort mindestens hundert Stellenanzeigen zu diesem Profil. Geht man dann in die Direktsuche, kann man an einer Hand abzählen, wie viele geeignete Kandidaten es gibt – das ist die typischste Situation für uns Recruiter bei der Suche nach neuen Kollegen und Kolleginnen für Fichtner.

Und da beginnt dann die Jagd erst so richtig!

Informationen werden gesammelt, gibt es Unternehmen in der entsprechenden Branche die Personal abbauen, sind wechselwillige KandidatInnen bekannt, helfen Netzwerkkontakte oder Empfehlungen.

Anschreiben und Anrufen um potentiell interessante KandidatInnen für Fichtner zu begeistern heißt das Motto.

Drum prüfe, wer sich hoffentlich ewig bindet

So erstaunt es nicht, dass wir auch für den Standort Stuttgart intensiv KandidatInnen rund um den Globus anwerben. Etwa 30 Prozent der IngenieurInnen, die bei uns im Vorstellungsgespräch sitzen, kommen aus dem Ausland. Es bedarf einer Menge Koordinationsarbeit bis der Elektroingenieur aus Südamerika oder die Terminplanerin aus dem Iran zusammen mit den KollegInnen aus der Fachabteilung und dem Recruiting an einem Tisch gegenübersitzen. Manchmal kommen wir aber auch zu den Kandidaten. Beispielsweise gehen wir mehrmals im Jahr auf Job- und Fachmessen oder fliegen, wie jüngst geschehen, ins Ausland, um beispielsweise für unsere internationalen Standorte vor Ort Jobinterviews zu führen. Die KollegInnen im Projekt brauchten unsere Unterstützung, also hieß es für mich Anfang 2020 einmal um die halbe Welt nach Jakarta zu fliegen!

Unser Office in Jakarta

Unser Office in Jakarta

Wer arbeitet bei dem Ausblick nicht gerne?

Wer arbeitet bei dem Ausblick nicht gerne?

Alle diese Bemühungen zahlen sich aber am Ende im wahrsten Sinne des Wortes aus. Denn auf die Unterstützung von externen Dienstleistern und Headhuntern müssen wir glücklicherweise von Jahr zu Jahr immer weniger zurückgreifen. 2019 war das nur bei 4% aller Einstellungen nötig und so spart unser eigenes Inhouse-Recruiting-Team dem Unternehmen durch kompetenten Einsatz mehrere hunderttausend Euro pro Jahr.

Wir sind glücklich, wenn Sie glücklich sind!

Zugegeben, mehr als tausend Bewerbungen im Monat sichten, die richtigen Kandidaten für das Unternehmen zu gewinnen und gleichzeitig den Anforderungen aller Beteiligten gerecht werden, klingt vielleicht recht herausfordernd. Aber das Gute ist, es macht großen Spaß und es ist ein tolles Gefühl, wenn man auf diesem Weg tatsächlich den perfekten neuen Fichtner-Kollegen gefunden hat und die Baustelle in Saudi-Arabien nahtlos weiterlaufen kann. Dann sind wirklich alle glücklich, der Bewerber, die Kollegen und natürlich auch wir vom Recruiting.

Nach der Jagd ist vor der Jagd – und wer gewinnt da schon nicht gern?

Wenn Sie übrigens jemanden kennen, der zu uns passt, dann melden Sie sich bei uns: entweder persönlich im Büro 234, per Mail (jobs@)fichtner.de) oder telefonisch unter 0711 8995 1550. Wir belohnen jede Mitarbeiterempfehlung, die zu einer Einstellung führt, mit einer Prämie!


Dieser Blog wurde gemeinsam von Frau Melanie Böttigheimer (Junior Recruiter), Herrn Hans Harald Brandel (Recruiter) und Herrn Thomas Agethen (Senior Recruiter) verfasst, welcher als Autor dieses Blogs erscheint.

Melanie Böttigheimer

Melanie Böttigheimer

Hans Harald Brandel

Hans Harald Brandel