Mit zweifelndem Gesicht und einem entschuldigenden Lächeln spricht uns eine Dame des Frankfurter Flughafens an. Wir seien in der falschen Schlange, zu den Condor-Check-In-Schaltern für die Ferienflüge müssten wir noch etwas weiterlaufen, denn das hier sei ein Condor-Sonderflug, der nicht für Touristen vorgesehen ist. Zugegeben, mit nur drei Koffern, Ehefrau im Arm und Kleinkind im Träger sahen wir wohl nicht wie Geschäftsreisende aus, die ein sogenanntes Goldenes Ticket nach Vietnam hatten. Unsere dunklen Augenringe konnte man auch mit den typischen müden Augen von Eltern verwechseln, die noch in der Nacht davor den Urlaubskoffer packten und sich früh morgens übermüdet auf den Weg zum Flughafen machten. Und ja, wir hatten schließlich viel gepackt, unsere Wohnung in Stuttgart in diesem Jahr schon zum zweiten Mal kurzfristig geräumt, das, was vom Leben aus Deutschland mit nach Vietnam sollte, in drei gefühlt viel zu kleine Koffer gepresst und in den Tagen zuvor verzweifelt eine Covid-Teststelle in Stuttgart gesucht, wo auch bei einjährigen Kindern ein PCR-Test durchgeführt wird. Wir standen in der richtigen Schlange mit ein paar wenigen Ausländern und vielen Vietnamesen, die es jetzt endlich nach Vietnam schaffen sollten, in ein Land, das bis dato gut durch die Covid-Krise gekommen war, sich dafür aber komplett von der restlichen Welt abgekapselt hatte.

Relocation Flight 3.0 – mit der AHK von Frankfurt nach Vietnam

„Boarding completed. All doors in flight!” Es geht los! Doch plötzlich meldet sich der Pilot und sagt der „Landing Permit“ sei noch nicht da, er warte jetzt noch 10 Minuten dann fliege er trotzdem los, mit oder ohne Landeerlaubnis. Die 12 Stunden Flugzeit seien schließlich lang genug, um diesen Papierkram zu klären.

Aber waren nicht die Landing Permits der Grund, warum seit Anfang 2021 keine Relocation-Flüge der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) mehr durchgeführt werden konnten?

Mit Permits, im Besonderen mit dem Entry Permit, hatten wir in den Monaten seit März 2021 schließlich auch schon keine guten Erfahrungen gemacht. Im April 2021 wollten wir in Vietnam sein, alles sah gut aus, der Flug war gebucht, die Wohnung in Stuttgart gekündigt und wir ausgezogen. Doch dann der Schock: kein Entry Permit für meine Familie. Zurück in die gekündigte Wohnung, inklusive 15% Miete on top. Und warten auf Klarheit, erst Tage, dann Wochen, dann Monate. Bis zum 03. August 2021, als wir endlich im Flugzeug saßen und wieder vom Landing Permit hörten, denn bis dahin wollte, beziehungsweise konnte, niemand versprechen, dass es tatsächlich losgeht.

Es ging los! Mit zurückgelassenem Handynetz, dem Grau der letzten erschöpfenden Regentage und den ersten Sonnenstrahlen über den Wolken hatten wir es uns in unserer Vierrerreihe zu dritt bequem gemacht und angefangen, dem Bordmonitor vor uns zu glauben – noch elf Stunden bis Ho-Chi-Minh-Stadt.

Dann, kurz vor Vietnam, nach einer auf Reiseflughöhe untypisch scharfen 180°-Rechtskurve, knisterte der Bordlautsprecher. Auch wenn wir den ersten Worten des zerknirschten Piloten nicht folgen konnten, wurde uns schlagartig klar, dass es ungemütlich werden würde. Es gäbe Probleme mit dem Landing Permit: „Einflug in den Vietnamesischen Luftraum untersagt!“. So drehten wir in elf Kilometern Höhe – zwischen Kambodscha und Thailand – eine große Schleife nach der anderen und mit jeder Schleife und einer verbrachten Nacht im Flugzeug ohne Schlaf, stieg die ungläubige Anspannung.

Nach einer gefühlten Ewigkeit orientierungslosem Kreisen ging es schließlich wegen Kerosinmangels in den Landeanflug. Ziel war nicht Ho-Chi-Minh-Stadt (HCMC) oder Hanoi, auch nicht, wie in der Zwischenzeit diskutiert, Singapur oder Kuala Lumpur, die Monitore zeigten nun Bangkok an. Am Flughafen wurden wir zu einer verlassenen Außenposition gelotst und dort erst einmal stehen gelassen. Wohin mit den Gestrandeten, inklusive Crew, wo doch eine Einreise nach Thailand in Covid-Zeiten gar nicht möglich war? Der Pilot hielt uns aufmunternd auf dem Laufenden, auch wenn er selbst, so wie er sagte, nur in Telefonkonferenzen festhing.

Sechs lange Schleifen zwischen Kambodscha und Thailand. Danach 18 Stunden in Bangkok, statt in HCMC

Zwischenstopp oder Endstation? Willkommen am BKK!

Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi (BKK) war menschenleer. Ob uns die Sicherheitsbeamten bei unserer Ankunft mit dem Bus am Gate des Suvarnabhumi-Flughafens aus Misstrauen, Verwunderung oder reiner Neugier filmten, spielte bald keine Rolle mehr, denn die Freude auf Auslauf in einem abgeschlossenen Gate am Flughafen überwog.

Die berühmte Gastfreundschaft der Thais wurde uns mit endlosen Flugzeugboxen voll gutem Essen und frischen Getränken nähergebracht. Tatsächlich baute man sogar einen Snackautomaten aus der Terminalhalle ab und für uns in unserem Gate wieder auf. Die folgenden 18 Stunden verflogen wie im Tagtraum.

Zahlreiche Gespräche, wie mit unserem Freelancer Paul, schafften Ablenkung. Er war schon eine Woche zuvor aus dem von der Delta-Variante besonders betroffenem UK nach Frankfurt angereist, um dort zuerst eine Quarantäne in Deutschland zu überstehen, damit er schließlich gemeinsam mit uns nach Vietnam reisen konnte. Er wurde sehnlichst auf der Offshore-Baustelle erwartet und sollte eines unserer fünf unter schwierigsten Bedingungen laufende Onwer‘s-Engineering-Projekte im Windbereich in Vietnam unterstützen. Zweifelnd schaute er mich an: „Michael, war es das – bin ich in zwei Tagen wieder im UK und muss dann dort nochmal in Quarantäne?“.  Er wartete, genauso wie wir, seit April auf eine Einreise nach Vietnam und erwartete keine Antwort von mir. Denn auch ich konnte mir nicht vorstellen, zum wiederholten Mal unsere Möbel ins fünfte Obergeschoss in Stuttgart zu tragen.

Papa und Sohn – etwas Schlaf muss sein

Die Crew schlief im Hotel, uns blieb nur eine nicht ganz so helle Ecke am Gate, um unserem Einjährigen und uns ein wenig Schlaf zu ermöglichen. Nebenbei lernten wir unterschiedlichste Mitreisende kennen, mit denen wir bis heute im Austausch sind. Die Atmosphäre war ruhig, freundlich und aufmunternd – das empfinde ich bis heute als bemerkenswert.

Nach zehn Stunden am BKK sah es nach Rückflug aus. Doch kurz nach Mitternacht Ortszeit machte sich Hoffnung breit – Pilot und Crew sind wach und noch viel wichtiger: Im bis dahin wohl schon knapp 30 Stunden andauernden Austausch zwischen AHK, Botschaften und vietnamesischer Ministerin war ein Durchbruch gelungen – die Landeerlaubnis war da!

Am selben Morgen, dem 05. August 2021, sind wir um 6 Uhr Ortszeit in HCMC angekommen. Von der Einreise am Flughafen, der, wie es schien, nur für uns geöffnet worden war, und der finalen Ankunft im Quarantäne-Hotel habe ich nur noch Erinnerungsbruchstücke, wir wollten einfach nur schlafen.

Müde Teletubbies auf dem Weg ins Hotel

Doch mit dem Verfliegen der Erschöpfung machte sich die Vorfreude breit. Noch 14 Tage in Hotelquarantäne, dann in den Flieger nach Hanoi und endlich ankommen in Vietnam – statt April, nun im September – aber immerhin.

An dieser Stelle sollte unsere Anreisegeschichte eigentlich enden und ich verzeihe es jeder Leserin und jedem Leser, die/der bis hierhin durchgehalten hat, jetzt auszusteigen. Die Reise war anstrengend und sollte noch viel kräftezehrender werden.

15 Tage Quarantäne – zum warm werden

Dank abgetrenntem Schlafbereich, konnte ich schon am ersten Tag in Quarantäne mit der virtuellen Arbeit beginnen, während meine Frau die ein oder andere in den Koffer gepresste Überraschung für unseren Kleinen auspackte. So fiel der Blick aus dem Fenster und auf den Pool dann doch nicht ganz so schwer. Denn, wenn der einjährige Sohn mit seinen Schuhen in der Hand vor einem steht und sehnsüchtig in Richtung Pool zeigt weiß man, was Quarantäne ohne Chance auf Frischluft bedeutet.

Erste Lieferschwierigkeiten machen sich schon im Hotel bemerkbar. Von Tag zu Tag wurden die Gerichte kreativer

Am dreizehnten Tag der Quarantäne machten wir uns ans Packen und bereiteten die siebentägige Anschluss-Quarantäne im Aparthotel vor. Diese war als zusätzlicher Programmpunkt für Eltern mit Kind leider fester Bestandteil im Einreiseprozess.

Der Ultra-Lockdown kündigt sich an

Doch dann, einen Tag vor dem Check-Out: Erste Gerüchte, dann überschlugen sich die Nachrichten. Während unserer Tage im Quarantäne-Hotel sind vor den Fenstern in Ho-Chi-Minh-Stadt die Infektionszahlen explodiert. Die erste echte Coronawelle hielt das Land im Atem. Am 20. August 2021 sollten wir umziehen, doch die Ergebnisse des (bis dahin) 4. PCR-Tests ließen auf sich warten und unser Hotelaufenthalt ging um eine weitere Nacht in die Zwangsverlängerung.

Die wenigen Minuten außerhalb des Hotelzimmers – auf dem Weg zum PCR Test

Gleichzeitig blinkte WhatsApp mit den neusten Nachrichten ununterbrochen und wir versuchten vorsorglich und zugleich erfolglos Nahrungsmittel zu ordern. Ohne lokale SIM-Karte war es für uns schlicht unmöglich, über komplett überlastete vietnamesische Apps Nahrungsmittel zu bestellen. Aber das mussten wir, denn ein kompletter Lockdown, inklusive Schließung aller Supermärkte und sogar Apotheken, wurde angeordnet. Das Militär sollte Lebensmittel wie Auberginen und Reis verteilen, doch würde das bei uns im nächsten Hotel überhaupt ankommen?

Kurz vor unserem Hotelwechsel kamen 30 Eier, Mehl, Salz, Zucker, Kürbisse, sehnlichst erwartete Windeln und am wichtigsten zwei SIM-Karten an. Wir hatten eine Spende erhalten, organisiert von im Flugzeug mitreisenden Vietnamesen.

Eine SIM-Karte ging direkt über die hotelinterne „infektionssichere“ Post ins Zimmer von Paul. Der saß auf gepackten Koffern und wartete auf die letzte Möglichkeit, doch noch aus HCMC raus und in die Nachbarprovinz zum Projekt zu kommen. Im Hotel wurde durch das aufkommende Chaos der Check-Out-Prozess verzögert und die Aufzüge mussten wegen ungeduldiger Gäste gesperrt werden. Wird es Paul noch bis 18 Uhr über die Provinzgrenze schaffen? Der Fahrer stand seit Stunden abfahrtbreit vor dem Hotel. In letzter Minute und durch die unermüdliche Unterstützung unsere Hanoier Kolleginnen hat das Hotelpersonal Paul schließlich über den Frachtaufzug zum Check-Out gebracht. Er sollte, nach mehrmaligen Versuchen und einer knapp 6 Stunden dauernden Reise die 60 Kilometer nach Go Cong zurückgelegt haben. Die SMS über seine Ankunft erreichte uns kurz vor unserer eigenen Abreise.

Der letzte offene Minimarkt für die nächsten Wochen

Einchecken in den längsten Quarantäneaufenthalt unseres Lebens

Beim strengen Check-In im Aparthotel im Distrikt 1 von Ho-Chi-Minh-Stadt wurde sofort klar, es wird keinerlei Verpflegung geben, nur die Trinkwasserversorgung via Kanister wird sichergestellt. Zumindest etwas. An die anstehende Heimquarantäne in unserer Wohnung im Aparthotel haben wir uns daher am ersten Tag nur ca. 60 Minuten gehalten, bevor wir uns aufmachten, um noch irgendwelche Lebensmittel in den letzten Stunden vor dem Total-Lockdown in der fast schon menschenleeren Stadt aufzutreiben. Etwas Obst, Nudeln, frisches Fleisch und Fisch vom Straßenrand und am Schluss auch noch Konserven und Übriggebliebenes aus dem Convenience-Store unseres Hotels, welchen wir netterweise, ohne anzustehen, durch den Personaleingang betreten durften.

Extrem-Lockdown kündigt sich an

Ho-Chi-Minh-Stadt macht dicht

Am nächsten Tag war tatsächlich absolut alles geschlossen. Keine Menschen, kein Verkehr. Nur der unermüdlich trommelnde Tropenregen war zu hören. Mit Stacheldraht wurde in der Nacht auf Montag die Kreuzung vor unserem Hotel dicht gemacht. Am Anfang ohne Reflektoren oder Warnleuchten. Wenige Minuten nach dem Abrücken des Absperrtrupps durfte dies der erste durch die Straßen geisternde Mopedfahrer leidvoll erfahren.

Gefangen in den großzügigen 90m², welche wir in den nächsten knapp zwei Monaten unser Zuhause nennen durften, starteten wir in viele bedrückende Tage und Nächte – mit Balkonblick auf eine Stadt, die sich wie ein Dorf anfühlte. Dank funktionierendem Hochgeschwindigkeitsinternet konnte ich meine Projekte weiter betreuen. Die mitfühlenden Fragen meiner Kolleginnen und Kollegen, die auch bei großem Zeitdruck im Projekt immer gestellt wurden, zeigten mir wieder einmal, warum ich die Arbeit bei Fichtner so schätze.

Blick vom Balkon auf eine ausgestorbene Stadt

Spätzle vom Schneidebrett und Sauerteig – was erfinden wir sonst noch zum Essen?

Unsere recht spartanisch ausgestattete Küche wurde wohl wie nie zuvor strapaziert. 30 Eier und Mehl bedeuteten viele Spätzle, die wir vom Schneidebrett schabten. In dieser Zeit sind viele kreative Rezepte entstanden und auch unser erster Sauerteigansatz, der später mit nach Hanoi reisen durfte und uns weiterhin leckere Brote beschert.

Erst nach knapp vier Wochen Komplett-Lockdown lockerte sich die Lage in HCMC in sehr langsamen Schritten. Der Convenience-Store im Hotel eröffnete sogar schon nach zweieinhalb Wochen – auch wenn der Eintritt nur Hotelgästen und Personal über den Hintereingang vorbehalten war und frische Ware, wie Obst und Gemüse, es kaum bis ins Regal schaffte. Die Lebensmittel verrotteten derweil an den interprovinziellen Straßensperren, wie auch der ein oder andere Baustellenkran, der eigentlich viel lieber Windturbinen errichten wollte.

Plötzlich doch schnell nach Hanoi? Der 09. September 2021 war ein trauriger Tag

Das schleichende Erwachen von Ho-Chi-Minh-Stadt hätten wir fast nicht miterlebt. Denn am 08. September ereilte uns eine überraschende und freudige Nachricht: Die AHK konnte in enger Zusammenarbeit mit vietnamesischen Behörden einen Permit und Tickets für die verbliebenen Flugpassagiere organisieren, die am 09. September 2021 auch tatsächlich von HCMC nach Hanoi abflogen.

Alles musste schnell gehen und der Gang zum nächsten Corona-Testcenter ermöglichte uns sogar, ein paar Minuten zu Fuß in der abgeriegelten Stadt unterwegs zu sein. Um 22 Uhr erhielten wir die freudige Nachricht via E-Mail, dass die Tickets ausgestellt waren. Doch beim genaueren Lesen stellten wir fest, zwei Passagiere und die Familie Schmidt müssen sich noch gedulden. Erst hieß es um Mitternacht, dann um 06:00 Uhr am nächsten Morgen, der Flug ging wie geplant am nächsten Tag um 10:00 Uhr – jedoch ohne uns. Meine Familie und zwei weitere unglückliche Passagiere sind auf einer Excelliste verloren gegangen.

Beim zweiten Anlauf am darauffolgenden Tag blockierte dieselbe Behörde, die uns schon den Einflug in den vietnamesischen Luftraum versperrte, unsere Weiterreise.

Menschenleer. Distrikt 1, HCMC, auf dem Rückweg von einem der zahlreichen Covid-Tests

16. Oktober 2021 – Ein Monat und eine Woche nach dem ersten Versuch der Weiterreise nach Hanoi sollte es so weit sein. Flüge von HCMC nach Hanoi wurden wieder zugelassen und wir waren endlich an der Reihe zu fliegen. Oder doch nicht? Am Abend vor dem Abflug, wurde in den Medien klargestellt, dass ungeimpfte Kinder, auch wenn sie getestet sind, nicht fliegen dürfen. Also wieder auspacken.

23. Oktober 2021 – Endlich war es tatsächlich so weit, wir durften nach Hanoi fliegen, nach fast drei Monaten seit unserem Abflug aus Deutschland. Hier erwarteten uns nur noch zwei letzte Coronatests und sieben Tage Heimquarantäne im angenehmen Hotel mit Blick auf den Spielplatz, bevor ich am 01. November 2021, und damit genau einen Tag nach Auslaufen der festgeschriebenen Einspeisevergütung für Windprojekte, meinen neuen Kollegen im Büro in Hanoi „Hallo“ sagen durfte.

Links: Meine Frau, unbemerkt fotografiert im Buchladen, an einem der ersten Tage nach dem Lockdown in HCMC
Rechts: Vor dem Abflug nach Hanoi, zufällig wieder mit einem Fichtner-Kollegen unserer zahlreichen Windkraftprojekte

Der letzte Test in die Freiheit

Nach 90 Tagen auf Reisen, davon 30 Tage in Quarantäne, 53 Tage in Quasi-Quarantäne im Lockdown in Ho-Chi-Minh-Stadt, 18 Stunden in Bangkok und 8 Coronatests konnten uns die für deutsche Verhältnisse noch immer sehr strikten Einschränkungen in Hanoi nichts mehr ab. Wir waren endlich angekommen.

Für unsere Windexperten bei Fichtner ging zur gleichen Zeit, zusammen mit unseren Kunden und den Kontraktoren, ein Wettrennen gegen die Zeit und alle mit Covid verbundenen Widrigkeiten erfolgreich zu Ende. Trotz extremer Einschränkungen, wie interprovinzieller zweiwöchiger Quarantäne, feststeckender Experten und nicht ankommender Baustellenmaschinen und Windparkkomponenten, sind alle fünf von Fichtner betreuten Windparks vor Auslaufen der Frist ans Netz gegangen. Der Dank gilt den mehr als zehn Kolleginnen und Kollegen in Stuttgart sowie dem etwa 40-köpfigen Büro- und Site-Team vor Ort in Vietnam.

Ein ganz persönlicher Dank geht an meine wunderbare Frau, denn ohne sie und unseren kleinen Sohn wäre ich verrückt geworden und die 90 langen Tage wären noch viel, viel länger gewesen.

PS: Eine letzte Empfehlung an alle Eltern: Auch wenn das Gepäck knapp ist, eine Eismaschine im Koffer kann viele Wochenenden in Quarantäne retten.

Selbstgemachtes Drachenfruchteis. Nur in Quarantäne kommt man am Wochenende dazu, jeden Monat Geburtstag zu feiern