Fichtner-Ingenieurinnen und Ingenieure sind weltweit bekannt für ihre soliden und verlässlichen Planungen. Das ist unser Metier. Je komplexer und anspruchsvoller das Projekt, umso mehr ist Fichtner-Erfahrung und -Expertise gefragt.

Bei den Planungen des Projekts FICHTNER Talks 2022 sieht es ganz anders aus: Seit dem 24.2. diesen Jahres werden die Karten neu gemischt und unser Leitthema „Klimaneutralität durch Infrastrukturwende“ (und die damit verbundene ernsthafte Bedrohung mit existenziellen Dimensionen) droht in den Strudel der weltweiten Krisen zu geraten. Die Liste der Negativstichworte wie Ukrainekrieg, Gasembargo, Inflation und Rezession, Hungersnot, Wassernotstand und Unwetterkatastrophen, die die internationalen Krisenszenarien beschreiben, wird wöchentlich ergänzt.

Allen Krisen zum Trotz hält die Bundesregierung beharrlich am Ziel der Klimaneutralität bis 2045 fest und sichert sich durch die Einrichtung des Klimaclubs die Unterstützung der G7-Länder. Es liegt im wahrsten Sinn in der Natur der Sache, dass wir globale Klimaneutralität nur erreichen, wenn wir jetzt alle Kräfte bündeln und zügig handeln: entschlossen, strukturiert und abgestimmt. Gelingt dies nicht, steuern wir auf eine existenziell bedrohliche Situation zu. Was müssen wir und jeder Einzelne also tun? Diese Frage diskutieren wir mit den Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmern den 7. FICHTNER Talks am 27. September im LOOK 21 in Stuttgart.

Das Programm verspricht Spannung und Klärung

Der Weg zu Klimaneutralität ist ambitioniert und erfordert Synergien über Grenzen und Gräben hinweg. Barbara Hendricks, Bundesministerin a.D., wird uns an die Entstehungsgeschichte und die Botschaft des Pariser Abkommens erinnern, während Professor Hufendiek, IER-Institutsleiter an der Universität Stuttgart, und Dr. Matthes vom Öko-Institut uns die Bausteine einer nachhaltigen Klimawirtschaft aufzeigen und die energiewirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges vorrechnen werden.

Zwei Schlagworte, Nachhaltigkeit und Wasserstoff, sind in der neuen Energiewelt nicht mehr wegzudenken. Andreas Niederle von EQT Partners und die Start-Up-Gründerin Wiebke Lüke haben ihre Arbeitsinhalte darauf ausgerichtet und helfen uns bei der Einordnung. Zwei elementare Bausteine auf dem Weg, die Transformation der Netzinfrastruktur sowie die Digitalisierung zur Orchestrierung der erneuerbaren Energien, werden in den zwei folgenden Blöcken beleuchtet.

Interview-Video Serie als Vorgeschmack

Einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gibt die Interview-Video Serie mit Albrecht Reuter, Andreas Höfler, Prof. Jens Strüker von der Universität Bayreuth und Tobias Egeler von TransnetBW (www.fichtnertalks.de) über die Session „Orchestrierung mittels Digitalisierung“.

Es ist bekannt, dass der notwendige massive Ausbau der erneuerbaren Energien das Problem der Volatilität von Angebot und Nachfrage weiter verstärken wird. Allein durch Zubau von Speicherkapazitäten und durch Stärkung der Netze kann der bislang gewohnte Qualitätsstandard nicht gehalten werden; wir benötigen auch eine hochintegrierte Überwachung und Steuerung. Auch die Dekarbonisierung ist ohne Digitalisierung nicht realisierbar: Um Lenkungswirkungen zu entfalten, müssen marktwirtschaftliche Mechanismen stimuliert werden. Dies erfordert die hochauflösende Messung und einen lückenlosen Nachweis der Emissionen. Warum digitale Infrastrukturen in Erneuerbaren Energiewelten für beides, Netzstabilität und Dekarbonisierung, unverzichtbar sind, erläutern Professor Jens Strüker von der Universität Bayreuth und Tobias Egeler von der TransnetBW in der Session „Baustein Digitalisierung“.

 

Zukunftsgestaltung als Gegenwartsaufgabe

Die von Olaf Scholz ausgerufene Zeitenwende sowie die geopolitischen Entwicklungen zwingen uns, mit höchster Dringlichkeit alle Kräfte für das gemeinsame Ziel der Klimaneutralität auszurichten, mit Entschlossenheit Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden und die Transformation zu beschleunigen. Dabei geht es weniger um die Prognose der zukünftigen Entwicklungen, sondern vielmehr um die aktive Gestaltung unserer Energiezukunft.

Eine herzliche Bitte: Bewerben Sie die FICHTNER Talks durch Ihre persönliche Ansprache

Die FICHTNER Talks sind keine kommerzielle Konferenz, die z.B. mit der Handelsblatt Tagung vergleichbar wäre. Sie sind vielmehr ein Fachforum, das zwischen Politik, Wissenschaft und Energiewirtschaft vermittelt und den persönlichen Austausch sucht. Daher ergeht die herzliche Bitte an Sie, Ihre Geschäftspartner auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, denn wir organisieren weder eine Anzeigenserie noch eine Werbekampagne. Im Vorfeld der FICHTNER Talks diskutieren wir die Kernthemen mit den Referenten und Förderern der Veranstaltungsserie auf LinkedIn (#fichtnertalks) und bereiten in Workshops mit den Referenten die wesentlichen Zusammenhänge auf. Inzwischen ist die Fachzeitschrift „Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ auf das Programm aufmerksam geworden und möchte im September einen Vorbericht publizieren.

Hoffentlich bleibt das Präsenzformat bestehen

Die letzten beiden Jahre mussten wir coronabedingt zuerst auf das Online-Format und letztes Jahr auf ein hybrides Format umstellen.  Dieses Jahr sind wir entschlossen, uns persönlich zu treffen. Hoffen wir, dass Corona es dieses Mal gut mit uns meint und unser Entschluss zur Realität werden darf.

Wann?

Am 27. September 2022

Wo?

LOOK 21, Türlenstraße 2, 70191 Stuttgart

Anmeldung?

www.fichtnertalks.de

Kontakt:

Dr.-Ing. Albrecht Reuter, Wissenschaftlicher Leiter der FICHTNER Talks

Albrecht.Reuter@Fichtner.de