Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) beschreibt in seinem jüngsten Sachstandsbericht den aktuellen Erkenntnisstand zur Entwicklung der Erderwärmung und der Klimakrise. Es zeichnet sich ab, dass die CO2-Emissionen und die Temperaturen erneut angestiegen sind und noch weiter steigen werden. Bis zum Jahr 2030, also gut eine Dekade früher als bisher erwartet, wird demnach die Erde um 1,5 Grad wärmer sein als in der vorindustriellen Zeit.

Um es kurz zu machen: Jetzt sind wir alle dran – sei es als betroffene Unternehmen oder Bürgerinnen und Bürger, sei es als Akteur der Energiewende oder als Politiker. Insbesondere wir, meine Kolleginnen und Kollegen der Fichtner-Gruppe sind dran, ihre Expertise in den Dienst der Energiewende zu stellen. Dies tun wir schon seit 100 Jahren, indem wir helfen, Infrastrukturen für die Energie- und Wasserversorgung, die Kommunikation oder das Bau- und Verkehrswesen aufzubauen. Aber das genügt nicht. Mit den FICHTNER Talks haben wir vor 5 Jahren ein Diskussionsforum ins Leben gerufen, das aktuelle energiewirtschaftliche Themen fachöffentlich diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze auf den Weg bringen möchte. Fichtner übernimmt hierbei die Rolle des Gastgebers und des Moderators und überlässt die Fachreferate und das Podium unseren Kunden und Partnern.

Dass die Organisation einer derartigen Veranstaltung in diesen pandemischen Zeiten nicht einfach ist, brauche ich nicht zu erwähnen. Die Planungsgrundlagen ändern sich mindestens wöchentlich. Auf der anderen Seite müssen wir den Referenten, Teilnehmern und der Veranstaltungsinfrastruktur eine einigermaßen verlässliche Planungsgrundlage geben. Also haben wir beschlossen, die diesjährigen FICHTNER Talks inhaltlich nach der Frage von „verantwortlichen Investitionen“ im Kontext der aktuellen und regional akuten Auswirkungen des Klimawandels auszurichten, und zum anderen haben wir organisatorisch die flexibelste Veranstaltungsversion – eine Hybridveranstaltung – gewählt. Hybrid heißt, dass eine limitierte Zahl von Teilnehmern vor Ort im StadtPalais Stuttgart der Veranstaltung beiwohnen und weitere online zugeschaltet werden.

So werden wir den Vor-Ort-Teilnehmern ein Präsenzprogramm bieten und gleichzeitig die online zugeschalteten Teilnehmer aktiv am Geschehen teilhaben lassen. Dies passiert mit aufwändiger Technik für die HD-Übertragung sowie mithilfe von Chat-Instrumenten über die gesamte Tagung hinweg. So viel zum sicherlich spannenden inhaltlichen Teil. Das Organisationsteam hingegen überarbeitet im Wochentakt das Hygienekonzept und stimmt es laufend mit der Hausherrin, den Behörden, dem Koch und der Technik ab. Aber es gibt auch eine gute Seite. Wer Hybridveranstaltungen kann, der beherrscht alle denkbaren Formate. Wer Hybridveranstaltungen besucht, der ist schon von vornherein offen für Neues und Innovatives.

So überarbeite ich meinen Moderationsleitfaden im selben Takt wie die Organisation und werde mehr und mehr flexibel und erfinderisch. Unsere renommierte Referentengruppe ist uns trotz all der Wirren der letzten Wochen treu geblieben.

So freue ich mich auf die Referate von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, dem Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°, Matthias Fackler von EQT, Head of Infrastructure Continental Europe, EQT Partners, Dr. Markus Klimmer von HH2E AG.

Am Nachmittag diskutieren wir mit Andreas Burger von der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG, Andreas Schmuderer von der Siemens AG, Dr. Michael Rimmler von der GasVersorgung Süddeutschland GmbH, Ralf Zirbes von der Creditreform Düsseldorf / Neuss Waterkamp, Zirbes & Coll. KG sowie im Roundtable mit Dr. Ulrich Maurer vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Dr. Martin Konermann, Geschäftsführer bei Netze BW GmbH und dem Vorsitzenden des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft Michael Riechel.

Und ich bin mir sicher, dass wir nicht ohne einen Lösungsplan auseinandergehen werden.