Herausforderungen, Transformation und unsere Verantwortung
Jahresbericht 2024
Im Angesicht globaler Herausforderungen, speziell im Bereich der Energie- und Wasserinfrastruktur, sind fundiertes Engineering und fachkundige Beratung wichtiger denn je. Der umfassende Umbau der Infrastruktur verlangt eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie große Projekterfahrung. Auch im Jahr 2024 konnten wir durch unsere Beratungs- und Ingenieurskompetenz unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation leisten.
Fichtner-Jahresbericht 2024
Im Angesicht globaler Herausforderungen, speziell im Bereich der Energie- und Wasserinfrastruktur, sind fundiertes Engineering und fachkundige Beratung wichtiger denn je. Der umfassende Umbau der Infrastruktur verlangt eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie große Projekterfahrung. Auch im Jahr 2024 konnten wir durch unsere Beratungs- und Ingenieurskompetenz unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation leisten.
Herausforderungen, Transformation
und unsere Verantwortung
Unser Selbstverständnis
Unsere Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Der Klimawandel zeigt deutliche Auswirkungen. Konflikte in Krisengebieten eskalieren und der Wettstreit um knappe Ressourcen verschärft sich. Zudem verschlechtert die wirtschaftliche Rezession die Lebensbedingungen und verlagert Prioritäten. Die politischen Antworten sind vielfältig und reichen von einer Leugnung der Problemlage bis zu konsequenten Transformationsstrategien. Dies führt zu einem weltweiten Umbruch vor allem der Energie- und Wasserinfrastrukturen. In dieser kritischen Zeit sind fundierte Beratung und zuverlässiges Engineering gefragt.
Fichtner ist sich seiner Verantwortung bewusst und stellt seine Beratungs- und Ingenieurkompetenz in den Dienst der globalen, nachhaltigen Transformation der Energie- und Wasserinfrastrukturen – in der Überzeugung, dass wir mit alternativen Wegen und einem Mix aus unterschiedlichen Technologien das Nachhaltigkeitsziel erreichen können.
Dem politischen Trubel mit einem ganzheitlichen Beratungsansatz und innovativem Engineering begegnen
Die Energiewelt steckt mitten in einem grundlegenden Transformationsprozess, der trotz vorhersehbarer Wirkungen in Wirtschaft und Gesellschaft heftige Turbulenzen auslöst. Während einige wirtschaftlichen Erfolg und Umweltschutz als Gegensätze sehen, setzen andere auf Klimaschutztechnologien als Wirtschaftsmotor. Diese unterschiedlichen Positionen manifestieren sich beispielweise im Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, während die Europäische Union und ein Großteil der Welt weiterhin das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis zur Jahrhundertmitte verfolgt. In Deutschland wurde das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 sogar ins Grundgesetz aufgenommen. Unabhängig von den gesetzten Zielmarken steht der Klimawandel wissenschaftlich außer Zweifel. Es stellt sich die Frage, wie die Transformation der Infrastrukturen am besten vollzogen werden kann, wobei alle Energien und alle Bereiche in den Blick zu nehmen sind. Die Wärmewende ist z.B. nicht allein mit dem Ersatz fossiler Anlagen durch Wärmepumpen erledigt. Wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen sind nur mit einer Gesamtstrategie zu erreichen, die die Wärme- bzw. Kälteversorgung im Systemkontext zusammen mit elektrischer Energie und Wasserstoff begreift.

Fichtner unterstützt mit seinen Engineering- und Beratungsdienstleistungen weltweit die strategischen Visionen unserer Kunden, um ihre Energiesysteme nachhaltig zu gestalten.
Die Klimaziele sind politisch gesetzt – jetzt den Handlungsrahmen fixieren
Mehrere Megatrends fordern die globale Energiewirtschaft heraus und zwingen sie zu milliardenschweren Investitionen: Die rasche Marktdurchdringung erneuerbarer Energien, die Digitalisierung auf allen Ebenen, die zunehmende Bedeutung von Energieeffizienz und die geopolitischen Abhängigkeiten von Ressourcen, Technologien und Know-how. Hinzu kommen Verunsicherungen durch länderspezifische Lenkungsmaßnahmen. So muss die frisch gewählte Regierung in Deutschland rasch eine Reihe von Rahmenbedingungen klären, wie die Reform des Marktdesigns, die Entbürokratisierung und Planungsbeschleunigung, die Entscheidung zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes, die Anpassung des Kraftwerkssicherungsgesetzes und die angekündigten Maßnahmen zur Strompreissenkung, um nur einige Beispiele zu nennen. Mit diesem immensen Entscheidungsbedarf steht Deutschland nicht allein da; vergleichbare Fragestellungen bestehen weltweit.
Fichtner entwickelt als unabhängiger Berater robuste, technisch-wirtschaftlich realisierbare Gesamtlösungen, die den vielfältigen Anforderungen Rechnung tragen.
Neue Perspektiven einnehmen und die Systemgrenzen erweitern
Die massenhafte Produktion von standardisierten Erzeugungs- und Speichermodulen im Geschäft mit erneuerbaren Energien führt zu drastischen Preisreduktionen und zu erheblichen Effizienzverbesserungen. Dies zeigt sich zum Beispiel bei Solarzellen und Speichermodulen. Die einzelnen Komponenten zu einer nachhaltigen Energieversorgung zusammenzufügen ist jedoch deutlich komplexer als die Einbindung einzelner großer Erzeugungsanlagen. Sie erfordert die passgenaue Kombination innovativer Komponenten, eine umfangreiche Infrastruktur und intelligente Steuerung. Um eine sichere Energieversorgung in vergleichbarer Qualität zu gewährleisten, ist in der zweiten Hälfte des Energiewende-Transformationsprozesses eine umfassende Flexibilisierung bis auf Komponentenebene sowie die Digitalisierung aller Netzebenen notwendig.
Fichtner pflegt eine lange Tradition, die unterschiedlichen Perspektiven systemisch zu integrieren und die Projekte mithilfe einer konsequenten Digitalisierung sowie Smart-Change-Programmen umzusetzen. Erneuerbare Gesamtlösungen erfordern dabei stets eine ganzheitliche Betrachtung, die System Engineering, Digitalisierung und Organisationsberatung einschließen.

Das energiepolitische Zieldreieck zum Vieleck erweitern – mit Souveränität und Resilienz
Das energiepolitische Zieldreieck definiert drei Zielgrößen der Energiepolitik: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Angesichts geopolitischer Auseinandersetzungen und erschwertem Zugang zu kritischen Ressourcen und Technologien erweitern „Souveränität“ und „Resilienz“ das Zieldreieck zum Vieleck. Energie- und Technologiesouveränität verringern die Abhängigkeit von Importen und stärken heimische Produktionen. Zelluläre und damit resiliente Energiestrukturen helfen die Widerstandsfähigkeit z.B. auch im Falle von Anschlägen, Extremwetterereignissen oder sonstigen Störungen zu stärken.
Fichtner steht für innovatives Engineering, das ein ausgewogenes Maß an Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit sowie Souveränität und Resilienz gewährleistet.
Strukturierte Finanzierungskonzepte entwickeln
Für die Transformation der Infrastrukturen braucht es strukturierte Finanzierungskonzepte mit einem Mix aus privatem und öffentlichem Kapital. Dabei haben die Investoren längst entschieden, dass es für klimaschädliche Investitionen kein Geld mehr geben wird und dass ohne Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien die Anlagen nicht mehr zu versichern sind. In dieser unsicheren Umgebung sind umfassende Beratungsleistungen und ingenieurtechnische Verlässlichkeit mehr denn je gefragt, denn letztendlich braucht es technisch funktionierende Lösungen, damit die moderne Industriegesellschaft auf eine sichere und resiliente Energieversorgung bauen kann.

Fichtner sieht im intelligenten Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure, Technologien, Energieträger und nachgefragten Energiedienstleistungen die Chance für eine wirtschaftlich nachhaltige Gesamtlösung.
Die Energiewende als Infrastrukturwende verstehen
Ziel des Pariser Übereinkommens ist es, die Erderwärmung auf maximal 2 und möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Der Energiesektor trägt erheblich zu dieser Zielerreichung bei, gefordert ist aber die gesamte Infrastruktur. Es gilt sowohl die Emissionen zu reduzieren als auch die Folgen des Klimawandels so weit wie möglich aufzufangen. Besonders deutlich ist die Wasserversorgung vom Klima- und Strukturwandel betroffen. Wassermangel und Extremniederschläge gefährden die Lebensgrundlagen von Mensch und Natur. Die facettenreiche Wasserinfrastruktur ist in vielfältiger Weise herausgefordert, von der Siedlungswasserwirtschaft und dem Hochwasserschutz bis zum Wasserbau.
Fichtner ist sich bewusst, wie sehr die Infrastrukturkomponenten in den Bereichen Wasser und Energie miteinander verzahnt sind und verknüpft daher seine Expertise in beiden Bereichen für den Aufbau resilienter Strukturen.
Mit breit aufgestellter Fachkompetenz und internationaler Umsetzungserfahrung funktionierende Systemlösungen realisieren
Die gravierenden Veränderungen der Energieinfrastrukturen fordern das Zusammenwirken von Experten aus unterschiedlicher Fachdisziplinen und die Nutzung der Erfahrung aus der Projektrealisierung in unterschiedlichen Wirtschaftsräumen.
Fichtner stellt als international aufgestelltes Unternehmen sein Fachwissen in den Dienst nachhaltiger und wirtschaftlicher Infrastrukturlösungen.
Juli 2025
Dr. Andreas Weidler
Vorsitzender der Geschäftsführung
Highlight-Projekte 2024
Auch in 2024 hat die Fichtner-Gruppe global eine Fülle wegweisender Projekte in den Bereichen Energie, Erneuerbare Energien & Umwelt, Wasser & Infrastruktur sowie Consulting & IT unterstützt und die Transformation der Infrastrukturen dabei entscheidend gefördert. Wir laden Sie ein, einige dieser Initiativen kennenzulernen und bieten Ihnen zu jedem Projekt einen ausführlichen Blogartikel.
Deutsch-kasachisches Pionierprojekt Hyrasia One
Grünstrom-Speicher Wasserstoff
Hyrasia One ist eines der weltweit größten Projekte für grünen Wasserstoff mit hochentwickelter Planungsreife. Lesen Sie, wie ab 2032 an der kasachischen Küste des Kaspischen Meers jährlich Millionen Tonnen grüner Wasserstoff und Ammoniak produziert werden sollen. Mit mehreren Teams begleitet Fichtner das multidisziplinäre Projekt – zum Beispiel mit der ersten Planungsprüfung oder mit umfassenden und detailreichen Umweltstudien.


Erschließungsplanung für das Lithium-Bergwerk Zinnwald im Osterzgebirge
Rohstoff für die Elektromobilität
Große Mengen des für Elektrofahrzeuge begehrten Alkalimetalls Lithium könnten in wenigen Jahren aus Zinnwald im Osterzgebirge kommen. Ab 2030 plant die Zinnwald Lithium GmbH, hier jährlich Tausende Tonnen Lithiumhydroxid zu produzieren. Bei der Planung der Ingenieurbauwerke und der Infrastruktur über Tage sowie der Erschließungsplanung verlässt sich das Unternehmen auf unsere langjährige Bergbauerfahrung und unser Wissen über moderne Techniken.
Modernisierungsvorhaben am größten Wasserkraftwerk Mosambiks
Effiziente Projektkoordination minimiert Ausfallzeiten
Am Wasserkraftwerk Cahora Bassa stehen zwei große Modernisierungsprojekte an: die Erneuerung der Generatoren und die Modernisierung einer HGÜ-Konverterstation. Die Projekte sollen gleichzeitig durchgeführt und aufeinander abgestimmt werden, um die Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten. Fichtner übernimmt dabei die Schnittstellenkoordination der beiden Projekte. Erfahren Sie zudem mehr, über unsere Projekterfahrungen im Energiesektor von Mosambik.


Digitale Kartenanwendung für Österreichs Energieinfrastruktur
Effiziente Standortsuche für Biomethan-Anlagen
Die von Fichtner entwickelte, öffentlich zugängliche Web-Anwendung „inGRID“ erleichtert Standortentscheidungen für Biomethan-Anlagen in Österreich. Sie bietet eine erste Übersicht über geeignete Einspeisepunkte und das Erzeugungspotenzial in der Umgebung. Zudem zeigt die interaktive Kartenanwendung geplante Wasserstoffleitungen und mögliche Szenarien für ein Sammel- und Transportnetz für CO2. Informationen zu weiteren erneuerbaren Energien sind ebenfalls abrufbar.
Die Fichtner-Gruppe 2024
Globale Expansion auf einen neuen Rekordwert
Die Fichtner-Gruppe setzt ihren beeindruckenden Wachstumskurs auch im Jahr 2024 fort und erreicht mit einer Gesamtleistung von 355 Millionen Euro neue Höchstwerte. Besonders die Projekte zur Energiewende im deutschen Heimatmarkt treiben diesen Erfolg voran, während gleichzeitig alle internationalen Landesgesellschaften ihren Beitrag leisten. Erfahren Sie, wie die Fichtner-Gruppe global die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellt und auch in den kommenden Jahren mit positiven Entwicklungen rechnen darf.
40
Prozent
Steigerung des Auftragseingangs
355
Mio. EUR
Gesamtleistung
2.297
Anzahl der
Mitarbeitenden
Die Fichtner-Gruppe 2024
Globale Expansion auf einen neuen Rekordwert
Die Fichtner-Gruppe setzt ihren beeindruckenden Wachstumskurs auch im Jahr 2024 fort und erreicht mit einer Gesamtleistung von 355 Millionen Euro neue Höchstwerte. Besonders die Projekte zur Energiewende im deutschen Heimatmarkt treiben diesen Erfolg voran, während gleichzeitig alle internationalen Landesgesellschaften ihren Beitrag leisten. Erfahren Sie, wie die Fichtner-Gruppe global die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellt und auch in den kommenden Jahren mit positiven Entwicklungen rechnen darf.
40
Prozent
Steigerung des Auftragseingang
355
Mio. EUR
Gesamtleistung
2.297
Anzahl der
Mitarbeitenden

