Die großen Erfindungen der Weltgeschichte entstanden in den Studierstuben und später in legendären Garagen kluger Menschen. Genies, wie z.B. Nikolas Tesla, Graham Bell oder Albert Einstein haben in individuellen Pionierleistungen lebensverändernde Innovationen hervorgebracht.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Der Sechste Sachstandsbericht des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen zeigt, dass die großen Probleme nur noch systemisch und mithilfe der digitalen Transformation zu lösen sind. Zu groß sind die Wirkungen, zu komplex die Zusammenhänge, zu zahlreich die Akteure, zu vielfältig die Interessen und zu rasch und heftig die Wirkungen von Einzelmaßnahmen. Die Komplexität der Systemzusammenhänge übersteigt das kognitive Vermögen von Individuen, sodass nur noch holistische Lösungsansätze Aussicht auf Erfolg haben. Die Klimakrise führt uns diesen Umstand mit aller Deutlichkeit vor Augen. Auch hier genügt es nicht, einzelne Technologien zu erfinden oder zu verbessern; zum einen müssen diese in die meist leitungsgebundene, technische Infrastruktur eingepasst werden und zum anderen braucht es Akzeptanz, Partizipation und den politischen Rahmen – vor allem, wenn es um radikale Zielsetzungen wie z.B. das im Pariser Abkommen formulierte Ziel der vollständigen (100%) Dekarbonisierung aller Infrastrukturen bis zur Mitte des Jahrhunderts geht. 100% sind eben alle und alles. Auch Elon Musk ist nicht alleine; er ist lediglich Kopf eines großen Teams.

Für Fichtner heißt das: die Zukunft gehört der kollaborativen Innovationsentwicklung, die neben der Sachkenntnis unserer Experten durch Flexibilität, Agilität, Verantwortung und Teamgeist geprägt ist. Unsere Voraussetzungen hierfür sind bestens. Unser breites Angebotsportfolio auf der einen Seite und die fachliche Expertise der Kolleginnen und Kollegen auf der anderen Seite eröffnen uns zahlreiche Chancen für systemische Innovationsprodukte, mit denen wir unseren Unterhalt verdienen können.

Warum soll sich ein Consulting- und Engineering-Haus um Innovationsentwicklung kümmern? Sind wir doch darin Meister, neue Entwicklungen rasch aufzugreifen und beratend umzusetzen. Stimmt, aber Teams und schlagkräftige Netzwerke entstehen nicht über Nacht, sondern erfordern neben Sachverstand und Enthusiasmus eine vertrauensbildende Vorlaufzeit. Dafür gibt es VLab, das Vision Lab der Fichtner-Gruppe (Dynamisches Innovationsmanagement: das Fichtner VisionLab – Fichtner).

Ein paar wenige Beispiele aus dem VLab:

TaskForce SimLab: das Team um Dr. Liliana Oprea entwickelt ein Modellierinstrument mit dem man Netzanschlussprüfungen für Wind- oder Solarparks durchführen kann, ohne die vertraulichen Datenbanken der Übertragungsnetzbetreiber anzufassen. Da hierfür viele Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten, wurde dafür eigens eine bereichsübergreifende VLab-TaskForce gegründet, bei der alle Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen sich auf ein Ziel und ein Budget verpflichten (https://www.fichtner.de/userfiles/fileadmin-group/Dateien/Fichtner_SimLab_CLip_2020_Web.mp4).

TaskForce T&E Cube (Tender and Evaluation): Michael Schmidt und Martin Heidt-Ivenz haben die Idee aus der Not geboren und wollten tonnenschweres Paperwork durch eine schlanke Digitallösung für die Erstellung und Auswertung von Ausschreibungen bei energietechnischen Anlagen ersetzen. CIO Michael Wilfer war begeistert und steht Pate für das Innovationsprojekt. Inzwischen ist T&E Cube auf dem Weg zum Standardprodukt für die Erstellung und Auswertung von Ausschreibungen in der Fichtner-Gruppe zu werden (Fichtner TenderCube – eine Entwicklung des VisionLabs – Fichtner).

Task Force DataCenter: Martin Schmitt und Hessam Seifi haben die Initiative ergriffen und ein Team um sich geschart, das ein Komplettangebot für den gesamten Projektzyklus für den Aufbau von Rechenzentren inkl. Energieversorgung, Kühlung, Nutzung der Abwärme, Programm Management und technische Abwicklung der IT Hardware etc. entwickelt (Aktuelle Themen: Fichtner – Engineering und Consulting).

IHRES – Identification of Hybrid Renewable Energy System Sites: Diese Projektidee entstand im Rahmen der Fichtner Summer School und wird nun als VLab-Projekt unter der Federführung von Hans-Hendrik Huber weiterentwickelt und konkretisiert. Er entwickelt gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus der IT und der Abteilung für Erneuerbare Energien methodische Ansätze, um auf Basis von lernenden Algorithmen die Auswahl von Standorten für entsprechende Anlagen zu optimieren.

Habe ich Ihr Interesse an agilem Teamplay geweckt? Haben Sie eine VLab-Idee? Wenn ja, dann sollten wir uns unterhalten. Wenn nein, dann umso mehr. Das gilt auch für Idee-alisten von außerhalb der Fichtner-Organisation, denn wie eingangs beschrieben, schaffen wir nur mit Kooperation effektive Lösungen. Sollte Ihr Ansatz dem Fichtner-Management vielversprechend erscheinen, dann verschaffen wir Ihnen und Ihrem Team die notwendigen Freiräume für agiles Teamplay – denn die Zeiten der genialen Einzelkämpfer sind endgültig vorbei.

Kontakt: V-lab@fichtner.de